Tag 14: Auf Goldsuche in Inezgane
Auf der Suche nach einem schönen Souvenir
Ursula und Annemarie haben wir gestern kennengelernt. Sie erzählten uns von dem Ort und dass sie schon einmal mit Ali, einem der Hotelangestellten, dort gewesen seien. Sie wollten noch einmal hinfahren und luden uns ein, sie zu begleiten. So setzen wir uns also um zehn Uhr erneut in eines der abenteuerlichen gelben Taxis und lassen uns in das El Dorado der goldsuchenden Touristen kutschieren.
Inezgane scheint noch nicht auf die Touristen fixiert zu sein. Die Leute und Händler hier sind überhaupt nicht aufdringlich; allerdings lernen wir auch nur ein paar Straßenzüge kennen, in denen sich die kleinen Läden der Schmuckhändler befinden. Ali zeigt uns die besten Läden, versichert uns, dass hier wirklich echtes Gold angeboten wird, und gibt uns Tipps und Verhaltensregeln für den Kauf. Sofort im ersten Laden findet Birgit eine sehr schöne Goldkette, die leider auch ganz schön teuer ist. Tja, es hat eben alles seinen Preis. Wehmütig legt Birgit sie zurück. Aber so weiß ich wenigstens, was ich ihr zu Weihnachten schenken kann...
Die Ringe, die hier angeboten werden, sind allesamt sehr exotisch und nicht jedermanns Geschmack. Auch nicht Birgits. Somit fahren wir unerledigter Dinge zurück nach Agadir. Birgit ist ganz traurig, dass sie nun gar kein besonderes Souvenir mit nach Hause bringt. Um halb zwölf erreichen wir wieder unsere Ferienresidenz. Wir bedanken uns bei Ali - u.a. auch mit einem Trinkgeld von 50 Dirham.
Bevor wir ins Hotel zurückkehren, kaufen wir noch ein paar Kleinigkeiten und Leckereien an dem Kiosk ein, der sich an der Straße zwischen Hotel und Strand befindet. Am Hintereingang unserer Herberge muß man echt aufpassen, dass einem die eingekauften Sachen nicht wieder abgenommen werden. Hier hängt ein Schild, welches besagt, dass man nichts Trink- und Essbares mit ins Hotel bringen darf. Man muß sich da tatsächlich auf Schmuggeln verlegen. Aber heute ist niemand da, der uns schief und mißtrauisch anguckt, und so kriegen wir unsere Mars und Snickers ohne Probleme mit an den Pool, wo wir sie dann als Mittagsmahl genüßlich verzehren. Wenigstens schmecken die hier genauso wie zu Hause. Nach diesem wahnsinnig üppigen Festessen verbringen wir den Nachmittag unseres letzten ganzen Urlaubstages faul am Pool, und wir versuchen, noch ein paar Sonnenstrahlen für den morgigen Rückflug zu speichern.
Am Abend gibt es für die Allgemeinheit wieder das leckere Büffet, aber wir ziehen es vor, noch einmal in einem örtlichen Restaurant zu speisen. Wir wählen, was sich schon einmal bewährt hat: das El Marrakchi. Ich meine unbedingt, heute noch einmal "typisch marokkanisch" essen zu müssen und bestelle mir Couscous mit Fleisch. Mann, was für eine Riesenportion, die ich da bekomme! Ich ersticke fast an dem Couscous, und ruckzuck bin ich satt - ich habe natürlich längst nicht alles aufgegessen. Zum krönenden Abschluss gönnen wir uns noch einen süffigen Cocktail in der Bar des Agadir Beach Club. Wir vier sind uns alle einig: Diese eine Woche Agadir hat völlig gereicht, und wir sind froh, dass es morgen zurück in heimatliche Gefilde geht. Das Faulenzen war ja mal ganz schön, aber das ganze widrige Drumherum wertet den Aufenthalt hier ziemlich ab. Also dann, bis morgen!
