Tag 12: Rudis Backstube
Kaffee und deutscher Apfelkuchen
Am Pool ist es wieder recht heiß; aber man kann's aushalten. Überhaupt bin ich bisher mit der Hitze hier - auch gerade während der Rundreise - gut zurecht gekommen. Sie war bei weitem nicht so unangenehm wie ich erwartet hatte. Natürlich kriegt man aber Durst. Heute gibt es am Pool keine großen Flaschen Wasser, sondern kleine, dafür aber mit "Gaz" (also Kohlensäure). Das ist nämlich immer ganz verschieden: Sämtliche Kombinationen von "groß", "klein", "mit" oder "ohne Gaz" sind möglich und wechseln täglich. Komischer Laden. Nur bei der Cola können sie nichts falsch machen (denke ich mir jedenfalls - aber wer weiß?).
Am Nachmittag haben wir dann doch ein leichtes Hungergefühl. Aber da keine Rocher greifbar sind, kehren Birgit und ich ein ins El Marrakchi, wo es deutschen Kuchen aus "Rudis Backstube" und richtigen Bohnenkaffee gibt! Das wollen wir uns mal gönnen, so'n richtiges Heimat-Feeling am Ende der Welt (nein: am Anfang von Afrika). Der Kuchen erfüllt unsere Erwartungen leider nicht ganz; wahrscheinlich ist Rudi schon halber Marokkaner. Mit dennoch gefülltem Magen legen wir uns anschließend wieder an den Pool.
Heute ist erneut Büffet-Tag (einer von zweien in der Woche). Wir schauen uns an, was es so gibt: Orangefarbenen Kartoffelbrei etwa, und Hammelknochen, an denen kaum noch Fleisch hängt. Darauf habe selbst ich keine Lust. Also stapfen Heinz, Sabine, Birgit und ich los zum El Marrakchi, wo ich einen Fleischspieß zu mir nehme. Sehr wohlschmeckend. Kann man empfehlen. Nur Sabine ist mit ihren Spaghetti nicht zufrieden, die sehr schnell kalt werden. Aber die Speisen werden hier wohl sowieso nicht so heiß serviert (bei der Hitze vielleicht sogar verständlich, aber wir mögen's halt nicht so gerne). Zum Glück macht man hier bei dem Bier auch keine Ausnahme. Heinz und ich lassen uns einen Liter gut schmecken...